Der liebe Gott meinte es gut mit Karola Bierhoff, die im Februar ihren 90. Geburtstag feierte. Man sieht der quicklebendigen  Dansenberger Ureinwohnerin ihr Alter nicht an. „Vielleicht kommt dies daher, dass ich mein ganzes Leben gearbeitet habe,“ sagt sie. Als Sekretärin bei den Amerikanern hat sie Englisch so gut wie Deutsch gesprochen und und ein klein wenig Akzent schwingt heute noch in der Stimme mit. Besonders stolz ist Frau Bierhoff auch auf die Tatsache, dass sie als Rentnerin ihrem verstorbenem Mann beim Aufbau der ökumenischen Sozialstation helfen konnte. „Wir haben damals mit nichts angefangen – und ohne Computer.“ (umf.)

Im November verstarb wenige Tage nach seinem 81. Geburtstag für alle überraschend OGV-Vorsandsmitglied Heinrich (Heiner) Keiper. Heiner gehörte zu den Menschen, mit denen man gerne zusammenarbeitet. Im Vorstand wurde er wegen seiner netten, freundlichen und hilfebereiten Art sehr geschätzt.

Im November, nur kurze Zeit nach erreichen des 96. Lebensjahres, verstarb Ehrenmitglied Otto Petry. Der ehemalige Polizist wohnte schon seit „ewigen Zeiten“ in Dansenberg, nachdem er 1948 eine Dansenbergerin geheiratet hatte. Bis zum Schluß versorgte sich der Witwer selbst in seinem Haus. Spaß machte ihm unter anderem die Gartenarbeit. Petry war Träger der silbernen und der goldenen OGV-Vereinsnadel. Die Verleihung der Goldenen Ehrennadel des Landesverbandes Rheinland-Pfalz/Saarland der Obst- und Garenbauvereine für 50 Jahre Mitgliedschaft im OGV erlebte er (Corona bedingt) nicht mehr. Die Nadel wurde seiner Tochten Maria Petry übergeben. umf.

Corona-Vorsichtsmaßen war es geschuldet, dass die Übergabe einer OGV-Ehrenurkunde in unkonventionellen, jedoch recht fröhlichen Rahmen stattfand. So trafen sich im Garten von Hans-Peter Benkel  die OGV-Vorsitzende Uta Mayr-Falkenberg (rechts) und Vorstandsmitglied Beatrix Jung und gratulierten und dankten dem frischgebackenen Ehrenmitglied zu seiner 50-jährigen Mitgliedschaft im Verein. Benkel, ein Dansenberger Urgestein, hatte außerdem lange Jahre im Vorstand mitgearbeitet. Dafür wurde ihm auch die Vereins-Ehrengabe, ein großes Keramikschäfchen, überreicht. umf.

Wie oft hatten Gartenfreunde während des heißen Sommers den Regen herbeigesehnt – und er kam nicht. Nunmehr beim ökumenischen Erntedankgottesdienst floss er reichlich und kalt war es zudem. Angekündigt war- Corona wegen – die Veranstaltung im Biergarten des Restaurants Fröhlich abzuhalten. 70 Personen haten sich dazu vorschriftsmäßig angemeldet. Aber schließlich plante man buchstäblich in letzter Minute um und zog in die katholische Kirche. Dort war Improvisieren angesagt. Wie immer hatte der Obst- und Gartenbauverein Dansenberg zum Schmuck des Altarraumes beigetragen. Dort stand ein Bollerwagen mit Kürbissen, Erika und Zweigen aus dem Garten.

Text und Foto: Uta Mayr-Falkenberg

Gartenfreunde trotzen der schlechten Witterung

Kaiserslautern-Dansenberg: Ein richtiger Gartenfreund kennt kein schlechtes Wetter. Und so fanden sich trotz 7 Grad, Regen und Wind bei der 24. Pflanzenbörse des Obst- und Gartenbauvereins Dansenberg e.V. auf der OGV-Obstwiese immerhin rund 3o Besucher ein. Freilich hatte nicht nur das kalte Winterwetter die Veranstaltung verändert. Corona-Vorschriften hinterließen ihre Spuren. So gab es keine sonst so heiß begehrte Gulaschsuppe, gekocht auf dem Kanonenöfchen in der Wiese und keinen Kaffee mit selbstgebackenem Kuchen bei gemütlichem Beisammensitzen.. Dafür waren reichlich Pflanzen zum Tauschen vorhanden. Sie alle fanden ihre Liebhaber.

Wegen Corona nicht die sonst üblche Bewirtung. Dafür ein Desinfektionsmittel auf dem Bistrotisch.

OGV-Vorsitzende Uta Mayr-Falkenberg und Gartenarchitektin Elke Jung führten ausgiebig Fachgespräche. Der Apfelsaft in Flaschen aus dem Kontingent der Apfelernte in der Obstwiese ging zum Selbstkostenpreis bis auf die letzte Flasche weg. Original Dansenberger Honig, produziert von OGV-Mitglied und Hobbyimkerin Dorothee Weis, blieb ebenfalls nicht stehen. Und schließlich gab es auch im Stehen gute Gespräche. Aber zwei Stunden früher als sonst schloss sich dann das Tor zur Obstwiese und die durchgefrorenen Gartenfreunde gingen heim in die warme Stube. Text und Fotos: Uta Mayr-Falkenberg

Das reichliche Pflanzenangebot fand seine Abnehmer.

 

„Noch keine Lösung für die Zukunft des Waldes gefunden“

„ Für den Wald der Zukunft haben wir noch keine Lösung gefunden“ meinte Revierförster Klaus Platz bei einer dreistündigen Waldexkursion unter dem  Motto „Wald im Klimastress“. Platz, (Revier Morlautern)  sprang  dankenswerter Weise für den erkrankten Förster Volker Ehrgott, (Revier Bremerhof)  ein, und führte zusammen mit Britta Pecho, (Revier Finsterbrunnertal) eine Gruppe interessierter Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Dansenberg durch den Trippstadter Wald. (siehe Bilder).

Wie schlimm es vor allem um den Fichtenwald bestellt ist, zeigten die beiden Waldfachleute den betroffenen Exkursionsteilnehmern zuerst an einem Kahlschlag, umgeben von zahlreichen verdorrten Fichtenhochstämmen.  Auf diesem privaten Waldgrundstück mit Monokultur, hatte der Borkenkäfer, bedingt durch die Trockenheit reiche Ernte gehalten. Der Käfer produziere bei guten Bedingungen drei Käfergenerationen im Jahr und kann in  diesem Zeitraum bis zu  8000 Bäume anstecken, erklärte Pecho. Für die ungläubigen Zuhörer wiederholte die Försterin die Zahl nochmals. Eine laufende Kontrolle der Baumbestände sei deshalb von enormer Wichtigkeit. Im Privatwald, oftmals in einer Erbengemeinschaft, würde man diese Kontrolle mitunter außer Acht lassen – mit fatalen Folgen. Inzwischen lagerten in Deutschland Millionen von Kubikmetern vom Borkenkäfer geschädigtes Holz, das auf Abnehmer wie beispielsweise die Zellstoffindustrie warte. Aber der Holzmarkt sei zusammengebrochen.

Weiter ging

es zu einer hohen, kraftstrotzenden aber rot markierten Fichte. Sie sei nicht mehr zu retten, erklärten die Förster und zeigten auf das feine dunkelbraune Holzmehl rund um den Stamm, ein Werk des Borkenkäfers. In etwa 10 Jahren, so schätzten sie, werde es in unseren Breiten keine Fichte mehr geben, die ja das gemäßigte und feuchte Klima braucht. Man sehe sich  derzeit einem noch nie dagewesenen Klimawandel hin zu Hitze und Trockenheit gegenüber. Welche Baumarten letztendlich diesen Bedingungen auf Dauer standhalten, ob man Kahlschläge sind selbst bestocken lassen oder aber gezielt bepflanzen soll, darauf wussten die Förster keine definitive Antwort. Echte Kastanien oder aber die unter starkem Wildverbiss leidende

Tanne seien vielleicht eine Alternative.

Bei der Rast am leider trocken gefallenen aber nicht minder romantischen Osterheldbrünnchen kredenzten die OGV-Mitglieder Beatrix Jung, Katrin Brügger und Peter Neurohr (siehe Bild)  kühle Getränke und  frische Brezeln. Auch hier wurden die beiden Förster mit Fragen bestürmt.

Auf dem Rückweg ging es vorbei an einem halbverwitterten Baumstumpf. „Nicht alles im Wald ist hoffnungslos“, meinte Platz und verwies auf das vielfältige Waldleben, wie Pilze und Insekten, zu dem dieser Klotz beitrage. Dennoch bestieg so mancher Exkursionsteilnehmer an diesem Abend sein am Bikepark abgestelltes Fahrzeug sehr nachdenklich.

Text und Foto: Uta Mayr-Falkenberg

Liebe Gartenfreunde!

Vor welche Fragen und Probleme stellt uns 2020? Dies gilt nicht nur für den OGV-Dansenberg, sondern für uns alle. Denn längst betrifft der Klimawandel nicht nur die Gärtner.

Zwei trockene Jahre haben uns Gartenfreunde das Fürchten gelehrt. Und der vergangene nasse Herbst mit Tagen, die auf das Gemüt drückten, hat beileibe nicht ausgereicht, um den Grundwasserspiegel anzuheben. Man sieht es zum Beispiel am Jagdhausweiher und am Gelerswoog. Noch gibt es viele Menschen – auch in Dansenberg, die den Ernst der Situation nicht erkennen wollen. Der vergangene Sommer war doch so schön: die Sonne, die Wärme, die tollen Grillabende. Aber unsere Pflanzen brauchen Regen, nicht nur die schönen Rhododendron und Hortensien, sondern auch die Obstbäume, der Salat in unseren Hausgärten, die Kartoffeln und das Getreide.

Ein OGV kann die Törichten und Besserwisser nicht bekehren. Aber der Verein kann versuchen, Zeichen zu setzen. Daran müssen wir arbeiten, als einzelner Verein und in Zusammenarbeit mit anderen. Schon seit einiger Zeit pflegt der OGV-Dansenberg einen losen Verbund mit den OGVs Schopp, Erfenbach und Queidersbach.

Im Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Kaiserslautern, dem Dansenberg als größter Verein angehört, gibt es einen neuen Vorsitzenden. In Zusammenarbeit mit ihm und seinem Gremium, wollen wir neue Ideen entwickeln und in die Tat umsetzen. Aber auch die Naturschutzbehörden sind gefragt, sowohl diejenige des Landkreises als auch diejenige der Stadt. Wir müssen uns wechselseitig die Hand reichen zum Wohl unserer Natur und letztendlich unseres Lebens.

Wer sich der Organisation der Obst- und Gartenbauvereine anschließt, bekommt für einen lächerlichen Jahresbeitrag optimale und kostenlose Beratung und Hilfe. Es sind Fachleute vorhanden für jedes Gebiet, für jede Frage: die Gartenfachwarte, die Pflanzendoktoren, die Spezialisten für Obstbäume, Stauden, Gemüse, Unkrautbekäm-pfung… Sie sind alle da. Man muss die Möglichkeiten nur nutzen.

In diesem Sinne grüße ich Sie alle sehr herzlich

Uta Mayr-Falkenberg
OGV-Vorsitzende

Hunderte strömten in die Gärten jener OGV-Mitglieder, die dankenswerter Weise ihre Pforten  am Sonntag, dem 28. Juni 2020 geöffnet hatten. Nicht zuletzt die Tatsache, dass man den Tag im Saarland kurzerhand abgesagt hatte, lockte viele Besucher in die Westpfalz. Die Gärten, die besichtigt werden konnten, reichten vom Toskana- und Designergarten über den Raritätengarten bis hin zum schmucken Stadtgarten. So fand sich für jeden Gechmack etwas.

In Horbach bot Hayler & Jung Gartenbau in der Horbacher Mühle 1 rund um das idyllische Anwesen, umgeben von Natur mit Schafen, Alpakas, Eseln, Pferden, Ziegen, Hängebauchschweinen eine Pflanzenberatung und –ausstellung. (Siehe Bild: Alpakas fotografiert von Manfred Bacher).

In Kaiserslautern-Dansenberg war zentraler Anlaufpunkt die Obstwiese des OGV, Franz-Becht- Straße (neben Parkplatz Ortsmitte) mit Infos zum Tag der Offenen Gartentür und alten Apfelsorten, Kirschbäumen, Johannisbeeren und heimischen Sträuchern.

Familie Allard, Im Brüchel 17, präsentierte einen verwunschenen Stadtgarten mit vielen Wildkräutern, Stauden und Sträuchern.

Familie Prof. Dr. Bernd Kopper, Eckstraße 17 wurde in ihrem großen formal gestalteten Designergarten.förmlich überrannt.

Familie Dorothee & Christian Weis, Auf der Rott 2a, freute sich über die wissbegierigen Besucher in ihrem jungen Garten mit verschiedene Sträuchern, Rosen und Stauden und einer interessante Garteneinfassung mit Sandstein ndsteinquadern.  (Bild: Amphore mit Bibernellrosen von Dorothee Weis).

Familie Braun-Mayr-Falkenberg, Auf der Rott 4, hatte in ihrem großen Garten viele Pflanzlisten auslelegt. Uta Mayr-Falkenberg, Vorsitzende des OGV-Dansenberg, beantwortete zahlreiche Fachfragen, die nicht zuletzt den integrierten Pflanzenschutz und das Prinzip des bedeckten Bodens betrafen. (Bild: Blick in den Gartenmit blühender Kolkwitzie und Goldregen).

 Familie Merker, Auf der Rott 8, zeigte ihren  gepflegtem, teilweise formal angelegtem Toskanagarten mit Schwimmbad.

Garten von Uli und Gaby Merker

 Familie Wolfgang Nägle, Im Langacker 5, war genau das Richtige für Gartenfreunde, die einen
romantischen Traumgarten mit Pflanzenraritäten und Exoten, einem Wintergarten und Orchideen sehen wollten.

 Leonie Garth, , Birngarten 14a, zeigte ihren jungen Naturgarten, aufgebaut nach den Permaprin zipien, dazu eine Gemüseabteilung.

Petra RehIm Finkenhain 13, erfreute mit Garten und Kunst in ihrem verwunschenen Garten am Waldrand.

Familie Eckel, Jenaer Straße 1, konnte einen gepflegten vielseitigen und bunter Stadtgarten mit Rosen, Stauden und Sträuchern, einem Teich und Gemüsebeeten vorweisen.

Christel Schäfer, Feuerbachstraße 3, erhielt viele Komplimente für ihren künstlerisch gestalteten Stadtgarten mit kreativer Keramik aus eigener Keramikwerkstadt. (Bild: Keramik und Gartengestaltung bei Christel Schäfer, fotografiert von Manfred Bacher).

Heid und Hubert Scheen, Burgherrenstraße 143 / Ecke In der Sommerau (Eingang Sommerau), präsentierten ihren gepflegten Landgarten mit Gewächshaus, Obstbäumen und Gartenzwergen

Kräutergarten im Wadgasserhof/ Stadtmuseum (Theodor-Zink-Museum), Ehemaliger Fürstenhof, Steinstraße 48, hatte den idyllischenr kleiner Schattengarten, begehbar durch ein kleines Tor in den Hof des Anwesens mit Teilen der alten Stadtmauer geöffnet.

 

 

 

 

 

Timo Fledie, Redaktion “objektiv – Menschen, Leben, Rheinland-Pfalz”, Lothringer Schlag 70, 67659 Kaiserslautern, hat unter dem Titel “Der Garten als bessere Welt” einen Filmbeitrag über den Garten von Uta Mayr-Falkenberg, Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Dansenberg, erstellt. In dieser Dokumentation findet der Gartenfreund machen nützlichen Tipp für den eigenen Garten.