Bericht aus der Hauptversammlung
Appell an die Stadtbildpflege wegen unfachmännischer Kahlschläge

Die unfachmännischen Kahlschläge überall in der Stadt -insbesondere das Schleifen ganzer Böschungen – mögen aufhören. Diesen Appell richteten die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Kaiserslautern-Dansenberg bei ihrer Hauptversammlung (am Freitag, 18. März 202 im Katholischen Pfarrheim in Dansenberg) an das städtische Grünflächenamt beziehungsweise die Stadtbildpflege. Den Antrag dazu hatte OGV-Mitglied Brigitte Mees eingebracht. Sie wies darauf hin, dass kleine, gerade gewachsene Bäumchen nach dem Abholzen buschig wieder austreiben und fragt, welchen Sinn die Fällaktion habe. Vögeln und Kleinlebewesen werde dadurch für mindestens ein Jahr ihr Habitat genommen. Frau Mees forderte mehr Sachverstand bei den Pflegemaßnahmen an den Grünflächen. Jedem Arbeitstrupp von unausgebildeten Arbeitern müsste ein Vorarbeiter mit Fachkenntnissen zur Seite gestellt werden. Die Versammlungsteilnehmer schlossen sich dieser Forderung an und wandten sich an das anwesende OGV- und Stadtratsmitglied Holger Munderloh (Die Grünen). Er, wie auch Dansenbergs Ortsvorsteher und ebenfalls OGV-Mitglied Franz Rheinheimer versprachen, die Forderung weiter zu tragen.
In der Versammlung, die nach zwei Jahren wieder als Präsenzveranstaltung durchgeführt wurde, wählte man Dr. Christine Reimann zum Kassenwart, Helmut Caesar zum Beisitzer und Karin Ficht zur Kassenprüferin. Der Verein ist mit rund 500 Mitgliedern nach wie vor der größte in der Westpfalz und hatte im vergangenen Jahr seinen Namen in Kaiserslautern-Dansenberg geändert. In 2021 erlangte er auch die Gemeinnützigkeit.
Vorsitzende Uta Mayr-Falkenberg konnte dazu mitteilen, dass die Abgänge – trotz Corona – durch Neumitglieder (25) ergänzt werden konnten. Der Verein habe in den letzten beiden Jahren keineswegs „geschlafen“. Durch etliche fachbezogene Veranstaltungen im Freien und einen regen E-Mailverkehr mit Informationen und Beratungen habe er sich im Gespräch halten können. Das Jahr 2022 stehe nunmehr im Zeichen des 125. Vereinsjubiläums. Nicht nur ein Jubiläums-Kochbuch anstelle einer Festschrift sowie ein Empfang und ein Festessen stünden auf dem Programm. Text: Uta Mayr-Falkenberg